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| Polizeibericht Schwaben Süd/West vom 25.11.09 |
| Polizeiberichte Schwaben - Polizeipräsidium Schwaben Süd/West |
| Mittwoch, den 25. November 2009 um 16:03 Uhr |
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Nachtrag: 140 kg Rauschgift aufgefunden Reutte/Pfronten: Am 20.11.2009 führten Beamte der Polizeiinspektion Reutte gemeinsam mit deutschen Polizeibeamten der Polizeistation Pfronten/Fahndung an der Kontrollstelle Musau, B 179, eine Kontrolle durch und hielten im Zuge einer Routinekontrolle gegen 22.30 Uhr einen Kleintransporter mit NL-Kennzeichen an. Das Fahrzeug wurde von einem 43-jährigen Belgier aus Holland gelenkt. Als Beifahrer war ein 29-jähriger Holländer im Fahrzeug. Die Ladung bestand aus 37 Kartons mit Kleidung und Taschen, die nach Italien transportiert werden sollten. Nachdem sich für die kontrollierenden Beamten verschiedene Verdachtsmomente ergeben hatten, zogen sie zur genaueren Durchsuchung der Ladung einen Diensthundeführer mit dem Suchtmittelspürhund „Joker“ hinzu. Dieser verwies tatsächlich auf eine Schachtel Suchtgift und es konnten in Folge sieben Kartons mit insgesamt ca. 140 kg Haschisch u. Marihuana gefüllt von den Beamten entdeckt werden. Die beiden Männer wurden daraufhin sofort festgenommen und zur Polizeiinspektion Reutte eskortiert. Noch in der Nacht zum 21.11.2009 nahmen Beamte des LKA Tirol weitere Ermittlungen auf und befragten die Festgenommen. Im Zuge der Vernehmungen konnte nachvollzogen werden, dass die beiden Festgenommen bereits im Oktober 2009 eine ähnlich gelagerte Schmuggelfahrt durchgeführt hatten, wobei sie damals ca. 100 Kilogramm Cannabis von Holland nach Italien in den Raum Turin gebracht und dort Unbekannten übergeben haben. Der Holländer war zudem geständig, zusätzlich im Oktober 2009 einen SG-Transport von Holland in die Schweiz abgewickelt zu haben. Die Männer waren im Auftrag von bislang unbekannten Tätern in Holland unterwegs und erhielten für den Transport im Oktober € 5.000 bzw. € 2.000. Der Belgier war für die Organisation des Schmuggelfahrzeuges verantwortlich und der Holländer hatte offenbar den Auftrag, den Belgier anlässlich seiner ersten Fahrt „einzuschulen“ und fungierte bei der Fahrt am 20.11.2009 offensichtlich auch als „Aufpasser“ für die Hinterleute in Holland. Aufgrund des bisher vorliegenden Ermittlungsergebnisses kann von einer Kriminellen Vereinigung ausgegangen werden. Die Abwicklung der Suchtgifttransporte im Oktober und November 2009, erfolgte arbeitsteilig und konspirativ strukturiert innerhalb der Mitglieder. So konnten z.B. die Kuriere die Lieferanten in Holland gar nicht kennen lernen. Die Festgenommenen wurden nach den Vernehmungen, über Weisung der Staatsanwaltschaft Innsbruck, in die JVA Innsbruck überstellt. Der zu erwartende Strafrahmen liegt bei bis zu 15 Jahre Freiheitsstrafe. Vom LKA Tirol werden in nächster Zeit in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Innsbruck weitere Ermittlungen in Holland zur Identifizierung der Hinterleute und in Italien betreffend der Abnehmer geführt. Das sichergestellte Suchtmittel wird derzeit beim LKA Tirol untersucht und nach der Querschnittsprobenziehung wird der Reinheitsgehalt festgestellt. Der „Straßenverkaufswert“ beläuft sich auf ca. 1,4 Millionen Euro. Die sichergestellte Menge stellt den größten Suchtmittelaufgriff der letzten 25 Jahre in Tirol dar. Bei der Kontrolle handelte es sich um eine, der beinahe wöchentlichen gemeinsam durch die Polizeiinspektion Reutte und die Polizeistation Fahndung Pfronten durchgeführten, Kontrollen. Diese Schleierfahndungsmaßnahme wird abwechselnd auf deutscher und auf österreichischer Seite durchgeführt. Im Rahmen der Kontrolle wurden z.B. 2007 4 kg Kokain und Heroin sichergestellt. Im Frühjahr 2009 gelang die Festnahme eines Mannes nach dem wegen einem Tötungsdeliktes gefahndet worden war. Polizeipräsident Hans-Jürgen Memel vom Polizeipräsidium Schwaben Süd West: "Dieser wiederholte große Erfolg bei eine Schleierfahndungskontrolle belegt die Notwendigkeit für diese Maßnahmen. Die Schleierfahndung ist und bleibt unverzichtbar für die Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Gleichzeitig ist der Aufgriff ein Beleg für die Effizienz und das Gespür der Kollegen und vor allem ein schönes Beispiel für die gute und bewährte Zusammenarbeit zwischen den österreichischen und deutschen Dienststellen." ![]() Fälschung technischer Aufzeichnungen Füssen: Am 23.11.09 gegen 20 Uhr kontrollierten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Kempten einen Sattelzug, der am Grenztunnel Füssen nach Deutschland eingereist war. Schnell stellten die Polizisten fest, dass der 25-jährige Fahrer, um eine kürzere Tageslenkzeit vortäuschen zu können, vor der Kontrolle die Uhr seines Tachographen verstellt und eine Diagrammscheibe weggeworfen hatte. Nachdem der Fehlerspeicher des Zugfahrzeuges ausgelesen worden war, stellten die Beamten eine weitere, eine Woche zuvor begangene Fälschung technischer Aufzeichnungen nach dem Strafgesetzbuch fest. Der junge Fahrer hatte nun außer einer angeordneten ausgiebigen Ruhezeit eine Geldstrafe von rund einem Monatslohn zu erbringen. Aus dem Westallgäu Bereits am Nachmittag betrunken Ein 38-jähriger Lindauer ist am Dienstagnachmittag mit stark überhöhter Geschwindigkeit im Bereich des Gitzenweiler Hofs in eine Polizeikontrolle geraten. Die Beamten stellten statt der an dieser Stelle erlaubten 60 km/h einen Wert von 108 km/h fest. Während der Aufnahme der persönlichen Daten nahmen die kontrollierenden Polizisten zudem starken Alkoholgeruch in der Atemluft des Mannes wahr. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab dann auch einen Wert von über 1,6 Promille. Eine Blutentnahme und der Verlust des Führerscheins waren die weiteren Folgen für den 38-Jährigen. Nun erwartet den Mann ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr. Gesichtsverletzungen durch Betriebsunfall Lindau: Zu einem Betriebsunfall ist es am Dienstagnachmittag auf einer Baustelle an der Bleichekreuzung gekommen. Nach ersten Ermittlungen wollte ein Baggerführer und ein Arbeiter hier einen Armierungskorb in ein Bohrloch einbringen. Der Geschädigte hatte dabei mit einem Hebeisen versucht, ein Abrutschen des Korbes zu verhindern. Auf Belastung brach eine Stahlstange oder eine Schweißnaht des Korbes. Dabei schlug das Hebeisen gegen das Gesicht des Geschädigten und fügte ihm Verletzungen im Hals- und Kieferbereich zu. Der Verletzte wurde durch einen Rettungswagen ins Krankenhaus Lindau verbracht. Aus dem Oberallgäu Nachtrag: Lkw durchbricht Unfallstelle Immenstadt: Gegen 10:40 Uhr ereignete sich auf der B 308 ein Verkehrsunfall bei dem drei Fahrzeuge, darunter ein Lkw, beteiligt waren. Eine 20-jährige Frau war von Oberstaufen kommend in Richtung Immenstadt unterwegs. Nachdem sie mit ihrem Fahrzeug auf das Bankett gekommen war, geriet sie ins Schleudern und prallte gegen einen entgegenkommenden Pkw. Ein nachfolgender Sattelzugfahrer erkannte zwar die Unfallstelle und leitete eine Vollbremsung ein, dennoch durchbrach er die Unfallstelle und rammte die beiden Pkw. Die Unfallverursacherin sowie die beiden Insassen des entgegenkommenden Pkw wurden schwer verletzt und wurden in die Krankenhäuser Kempten und Immenstadt gebracht. Bei dem Unfall entstand ein Schaden von 46.000 Euro. Lkw zu hoch Betzigau: Einen Sachschaden von über 15.000 Euro verursachte ein 53-jähriger Lkw-Fahrer am Dienstabend in Betzigau. Er war auf der OA 18 Richtung Leupolz unterwegs und missachtete an der Bahnunterführung die Höhenbegrenzung von 3,20 Metern. Mit seinem Lkw, der eine Gesamthöhe von knapp 3,70 Metern hatte, blieb er Mitten in der Unterführung stecken. Sein nicht angegurteter 45-jähriger Beifahrer wurde durch den abrupten Stopp gegen die Frontscheibe geschleudert und leicht am Kopf verletzt. Die Durchfahrtshöhe der Unterführung wird bereits an der Ortsdurchfahrt Betzigau durch Vorwegweiser, Warnzeichen und an der Brücke selbst angekündigt. Aus dem Lkr. Neu-Ulm Nachtrag: 4-jähriges Kind stürzt in Teich Illertissen: Ein 4-jähriges Mädchen hat sich heute unbemerkt kurz vor 15 Uhr auf ein Nachbargrundstück begeben. Kurze Zeit danach bemerkten die Eltern das Fehlen des Kindes. Nach kurzer Suche fand der Vater seine Tochter auf einem Nachbargrundstück leblos in einem Gartenteich treibend. Er barg die 4-Jährige und reanimierte sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Kinderklinik gebracht. Der Zustand des Kindes wird momentan als kritisch aber stabil eingeschätzt. Unklar ist bisher, wie das Kind auf das eingezäunte Grundstück gelangen konnte und in den ca. 70 cm tiefen Teich fallen konnte. Aus dem Lkr. Günzburg Schenkung von „wertvollen Lederjacken“ Krumbach: Gestern Mittag wurde der Geschädigte von einem italienischen Staatsbürger auf dem LIDL-Parkplatz in Krumbach angesprochen. Er gab sich als „Mario“ aus und man kenne sich doch noch aus einem Hotel in Italien. Weiter sagte er zum Geschädigten, dass er gerade von einer Messe in Stuttgart komme. Von dieser Messe habe er noch Sachen im Pkw. Er schenkte dem Geschädigten zwei „Lederjacken“ im Wert von angeblich je 400 Euro. Im Gegenzug erbat er Geld zum Tanken, worauf der Geschädigte ihm 90 Euro übergab. Dafür bekam er noch eine dritte Jacke. Es stellte sich heraus, dass es sich bei den Jacken um Imitate handelt, welche deutlich weniger Wert sind. Der Italiener konnte von einer Streife im Bereich der PI Günzburg angehalten und kontrolliert werden. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des Betruges ermittelt. Aus Kempten Katze geköpft Wiggensbach: In Wiggensbach wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag einer halbjährigen Katze von einem bislang unbekannten Tierquäler der Kopf abgehackt. Der Besitzer fand sein Tier am frühen Morgen tot auf einer Wiese hinter seinem Anwesen in Wagenbühl. Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Kempten, Telefon 0831/9909 - 0. |


